Der kirchliche Innenraum bietet ein Ensemble aus der Vereinigung der altromanischen Kirche mit dem neuromanischen Anbau. Der Reiz liegt im historisch bedingten Eigenleben der beiden Räume. Diese Einheit in Verschiedenheit wird durch die Spannung der wechselnden Durchblicke beim Durchschreiten des Raumes betont. Eine wirkliche Verbindung der beiden Kirchenbauten ist nicht möglich.
Bei Eintritt in den Kirchenraum durch das Hauptportal wird klar, dass der „Buchkremersche Anbau“, die 1905 gebaute neu romanische Kirche, durch Größe und Höhe die Süd-Ausrichtung vorgibt. Durch die Öffnung des Westportals, dass in den 50-er Jahren zugemauert wurde, kam die Ost-Ausrichtung der altromanischen Kirche mit Blick auf den dortigen Hochaltar wieder zur Geltung. Die Öffnung des Westportals dient zudem als Lichtquelle für den Kirchenraum.
Entscheidend für die Veränderung bei der Renovierung 2013 war die Frage für den Standort des Altares, der, nach den Richtlinien der II Vatikanums, mehr im Mittelpunkt des Gotteshauses und damit auch der Feier der Liturgie stehen soll.
Ausmalung und Ausstattung bekunden seit der Renovierung einen einheitlichen Stil. Es zeigt sich bei näherem Zusehen, dass der Kirchenraum nicht nur ein Zeugnis historischer Baukunst und moderner Raumgestaltung ist, sondern auch Ausdruck unseres christlichen Glaubens ist.


